43 Absolventinnen und Absolventen entließ das Göttenbach-Gymnasium am Mittwochabend bei seiner akademischen Feier anlässlich des Abiturjahrgangs 2026 in einen neuen Lebensabschnitt, zu welchem ihnen wohl alle rund 200 Gäste aus Verwandten, Freunden sowie dem Lehrerkollegium nur das Beste wünschten.
Schulleiterin Manuela Schmitt gab in ihrer Ansprache zu, dass ihr erst der Abitur-Gottesdienst der beiden Gymnasien den entscheidenden Impuls für ihre Rede an die Absolventinnen und Absolventen gab. Denn die darin vorgekommenen Zeilen des Peter Maffay Songs aus Tabaluga "Ich wollte nie erwachsen sein" (Nessajas Lied) erinnerten sie daran, dass sie bereits im Alter von elf Jahren erwachsen sein wollte, um all die Vorzüge des Erwachsenseins genießen zu können. "Dennoch", so mahnte sie, "sollte man sich immer ein Stück Kindheit in sich bewahren, als Zeichen von Unbeschwert- und Kühnheit, die einem das Leben leichter macht". Da Kinder auch gefühlt öfter unbeschwert lachen, sei Lächeln ein gutes Rezept, um sich in den Unwegsamkeiten des Alltages besser zu fühlen und den Herausforderungen des Lebens zu begegnen.
Dass sich die Abiturientinnen und Abiturienten zuletzt einer großen Herausforderungen erfolgreich gestellt hatten, hob Gabriele Presser nochmals hervor. Denn von den 43 erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen schafften sechs die Note Eins vor dem Komma - drei Mal konnte sogar die Traumnote 1,0 vergeben werden, "eine sagenhafte Leistung", so die MSS-Leiterin. Sowieso lobte sie diese Jahrgangsstufe für ihre Offenheit bei Lob aber auch Kritik, denn "da ging es nie laut zu, stattdessen immer besonnen und höflich". Auch die Tatkraft dieser jungen Menschen sei besonders gewesen, denn bei allen Schulfesten und -veranstaltungen packten alle kräftig an.
Diese Einheit wurde auch bei den musikalischen Beiträgen der Feierstunde deutlich. Der gemeinsame Chor des Göttenbach-Gymnasiums und des Gymnasiums an der Heinzenwies unter der Leitung am Flügel durch Sarah Kuhn sang als Einheit auf der Bühne die beiden Stücke "Can you feel the love tonight" von Elton John sowie "Biblical" von Calum Scott, wofür in der Aula des Göttenbach-Gymnasiums gebührender Beifall aufkam.
Vor der Ausgabe der Abiturzeugnisse sorgten Angela Schumacher und Julian Porcher mit ihrer Ansprache der Lehrerschaft für ordentliche Lacher. Sie blickten auf gemeinsame Erlebnisse zurück, die bei einigen der Absolventinnen und Absolventen bei Julian Porcher bereits in der 3. Klasse der Grundschule begann. Die Kursfahrt nach Venedig blieb hingegen für Angela Schumacher ganz besonders. Getreu dem Abimotto der Stufe untermalten beide ihre Gedankenbilder mit Songs der schwedischen Popband Abba und sangen zum Schluss... .
Nachdem Elias Ritter die Ansprache der Abiturientinnen und Abiturienten gehalten hatte, verabschiedete sich die die Jahrgangsstufe als Chor mit "The winner Takes it all" von Abba.
von unserem Autor
Frederick Fisher
Die Abiturientin 2026 am Göttenbach-Gymnasium:
Lukas Abbas, Tatjana Adam, Ilkbal Akin, Marie Audri, Aaaron Ballat, Robin Beyhl, Fynn Bleisinger, Mariam Diané, Ginesa-Lucia Ensch, Johanna Fritz, Virginia Garrick, Sabrina Gehring, Eleni Hahn, Amy Henke, Mia Heringer, Tim Hudson, Yaobang Jiang, Leander Jost, Linda Karpfinger, Arne Kryschik, Jolie Kullmann, Angelika Litovcenko, Anna Manschiew, Jona Michel, Mia Michel, Jana Müller, Niklas Müller, Vincent Prehn, Elias Ritter, Florian Scheid, Nele Schmidt, Chantal Schneider, Fiona Schneider, Lennart Schönig, Theo Schönig, Emilia Schuch, Luca Schüßler, Lotta Henriette Schwarm, Max Schwickert, Matteo Sellaro, Leon Ungefug, Maximilian Weber, Finn Zillig
Fach-Preisträger der Abiturientia 2026:
Mia Michel - Biologie
Amy Henke und Leander Jost - Chemie
Amy Henke - Deutsch (Scheffel-Preis)
Mia Michel - Englisch (gestiftet durch Oberbürgermeister F. Frühauf)
Leander Jost - Erdkunde
Mia Michel - Mathematik
Leander Jost - Musik
Anna Manschiew - Bildende Kunst
Elias Ritter - Preis des Bildungsministers des Landes Rheinland-Pfalz
Herzlichen Glückwunsch!
Rückblick Abiturgottesdienst: „Ganz auf sich allein gestellt ist man eigentlich nie.“ – Abiturienten des Göttenbach- und des Heinzenwies-Gymnasiums schlugen in einem gemeinsamen Abiturgottesdienst neues Lebenskapitel auf
Ein riesiges Buch mit vielen leeren weißen Seiten bauten die Abiturientinnen und Abiturienten der beiden Idar-Obersteiner Gymnasien am vergangenen Donnerstagabend auf dem Altar der Johanneskirche in Algenrodt auf: Es symbolisierte das Motto ihres gemeinsamen Abiturgottesdienstes, den sie lange zusammen geplant hatten: „Ein neues Kapitel beginnt“. Im Verlauf des Gottesdienstes füllten sie das Buch mit bunten Seiten, die ihre unterschiedlichen Träume, Pläne und Wünsche darstellten. Jede Seite sollte so für ein neues Kapitel stehen, das „erst noch geschrieben werden muss“. Während der eine vielleicht zunächst auf Reisen geht, freut sich die andere auf ihren Ausbildungsplatz.
Zu Beginn des Gottesdienstes der bis auf den letzten Platz gefüllten Johanneskirche blickten Luisa Paulus vom Gymnasium an der Heinzenwies und Max Schwickert vom Göttenbach-Gymnasium auf die gemeinsame Schulzeit zurück. Vor neun Jahren hätten sie sich nicht vorstellen können, an diesem Abend hier zu stehen. Sie blickten auf den anstrengenden Online-Unterricht in der Coronazeit zurück und bemerkten, dass sich mit Beginn der Oberstufe Schule noch einmal völlig verändert habe. Gemeinsam seien sie durch neun Jahre Schule gegangen und als Stufen zusammengewachsen. An all dem zusammen Erlebten seien sie gewachsen. Die Schulzeit sei eine schöne Zeit gewesen, doch nun gelte es, ein neues Kapitel aufzuschlagen.
„Endlich geschafft!“, konstatierte auch Religionslehrerin und Pfarrerin Stefanie Eckes-Steuckart in ihrer Ansprache. Neue spannende Erfahrungen würden nun auf die Abiturientinnen und Abiturienten nun warten, aber oft sei mit der neuen Lebenssituation auch ein kleiner Kloß im Hals verbunden. In der ersten eigenen Wohnung, am neuen Studienort fühle man sich vielleicht zu Beginn allein und von Gott und der Welt verlassen. Alles, was einmal Sicherheit verhieß, sei wie weggeblasen. Hier, so Stefanie Eckes-Steuckart, könnten die Worte des Psalmbeters aus dem 139. Psalm trösten, der sich von Gott getragen fühlt. Auf allen neuen Wegen sei Gott mit uns, aber auch Familie und Freunde würden uns tragen. Ganz auf sich allein gestellt, so bilanzierte die Pfarrerin, sei man eigentlich nie. Die Schülerinnen und Schüler hätten viele Fähigkeiten in ihrer Schulzeit erworben, die sie dazu befähigten, Verantwortung zu übernehmen. Auch wenn man einmal scheitere, es gehe trotzdem immer weiter.
Umrahmt wurde der sehr stimmungsvolle Gottesdienst von vier Auftritten des gemeinsamen Chors beider Gymnasien unter Leitung von Musiklehrerin Sarah Kuhn, der für seine Leistung am Ende viel Applaus bekam. Das Gemeindelied sowie Orgelvorspiel und Orgelausklang gestaltete Andreas Schuch, der Vater einer Abiturientin, gekonnt an der Orgel.
Die Abiturientinnen und Abiturienten beschlossen ihren Gottesdienst mit Fürbitten für die Zukunft, die sie selbst verfasst hatten. Die Kollekte, so hatten sie beschlossen, möchten sie der Tafel Idar-Oberstein spenden, die 800 Menschen in 300 Haushalten versorgt. Insgesamt kamen an diesem Abend 1007,26 Euro für bedürftige Menschen in der Region zusammen. Nach dem Segen, den die Religionslehrerinnen und –lehrer beider Schulen gemeinsam sprachen, endete ein schöner gemeinsamer Gottesdienst, eine letzte gemeinsame Erinnerung, die Schulzeit endet nächste Woche mit der Überreichung der Abiturzeugnisse.
von unserer Gast-Autorin
Francesca Schmidt



