Als heute um 7:45 Uhr mein Wecker klingelt, verfluche ich den Gedanken von gestern Abend, dass ich noch feiern kann wie ein junger Hecht. Boah steckt mir der Ausklang des "lazy Sunday" in den Knochen. Ich raffe mich auf und zum Frühstück im Hostel, wo ich neben Angela Schumacher nur unseren Kaffeejunkie Maximilian antreffe, der in den vergangenen Tagen eine innige Freundschaft mit der Kaffeemaschine aufgebaut hat. Die beiden kennen sich und Maximilian die Kniffe zu einem guten Kaffee. Den brauche ich heute Morgen, um die Lebensgeister zu wecken.
Diese brauchten heute alle Exkursionsteilnehmer nochmal, um gemeinsam mit den Päda-Schülerinnen und Schülern an den Lernprodukten zu arbeiten,. Eigentlich hätten die Päda-Leute heute am orthodoxen Pfingstmontag schulfrei. Da aber Weltkindertag in Rumänien mit Süßigkeiten für Kinder gefeiert wird, ist der Zucker der notwendige Kick-Off des Tages.
Nach einer kurzen motivierenden Ansprache seitens der Lehrerschaft gehen die Arbeitsgruppen ans Werk und arbeiten an ihren Lernprodukten, die sich mit den Themen der beiden Tagesexkursionen beschäftigen sollen. Dass die Arbeitsgruppen trotz Schlafmangel und Feiertag so motiviert und kreativ arbeiten ist wirklich bemerkenswert.
Und so kommt es, dass wir in der Präsentationsphase unglaublich schöne Ergebnisse zu sehen bekommen. Liebevoll gestaltete Arbeitsblätter für Kindergarten- und Grundschulkinder zu den Braunbären und den Urwäldern. Sogar eine Bastelanleitung wurde erstellt und an einem abschließenden Exkursionsvideo gearbeitet, welches zwar ebenfalls präsentiert wurde, an dessen musikalischer Untermalung jedoch nochmal nachjustiert werden muss, bevor es der Weltöffentlichkeit zu zeigen ist.
Für den gemeinsamen Abschlussabend haben wir uns dieses Mal gegen ein steifes Abendessen und stattdessen für Bowling entschieden, was sich als schöne Idee vor dem Kofferpacken herausstellte.
Wir alle sind unendlich dankbar für eine unvergessliche Zeit. Wir reisen zurück in unseren Alltag mit einem Koffer voller schöner Erinnerungen an ein Land, das uns erneut mit offenen Armen empfangen hat und den europäischen Gedanken - trotz politisch unruhiger Zeiten - lebt. Danke Sibiu; danke Päda und Georgiana, danke Rumänien! Die meisten von uns kommen wieder, ganz sicher, irgendwann.
von unserem Blogger
Frederick Fisher



